Hinweise zum Datenschutz

Karelien

Unbekannter Landstreifen zwischen Ostsee und Barentssee

10 Tage ab € 2599,–

Reiseangebot als PDF

Zwischen Ostsee und dem Weißen Meer erstreckt sich eine ungeahnt vielfältige Region, deren wechselhafte Geschichte sich bis heute in Menschen und Kultur widerspiegelt. Aufgeteilt zwischen Finnland und Russland beeindruckt Karelien durch den Zauber seiner unendlich weiten Landschaft. Wälder und Hügel, Flüsse und Seen prägen das Bild einer meist einsamen Region. Kischi, die „weltberühmte Museumsinsel“, und das prachtvolle Kloster von Solovki, inmitten des Weißen Meeres, zählen zu den schönsten Kulturstätten im Nordwesten Russlands. In Helsinki, der lebensfrohen Metropole Finnlands, verschmelzen die Kulturen aus Ost und West und verleihen der Stadt so ihr unverwechselbares Flair. Die „weißen Nächte“ tragen ebenso zu einem unvergesslichen Reiseerlebnis bei wie der Aufenthalt in Murmansk, der größten Stadt nördlich des Polarkreises, die wegen des eisfreien Marinehafens und der herrlichen Lage an der Bucht von Kola beeindruckt.

Kem
Kem
Kirkenes
Kirkenes
Solovki Kloster
Solovki Kloster
Murmansk
Murmansk
Kischi
Kischi
Porvoo
Porvoo
  • 1. Tag

    Wien - Helsinki

    Flug von Wien nach Helsinki, Empfang durch die Reiseleitung und Besichtigung der finnischen Hauptstadt. Sie sehen unter anderem den Senatsplatz, die Domkirche, die Uspenski Kathedrale mit ihren vergoldeten Zwiebelkuppeln, die Finlandia-Halle, das Opernhaus und den Sibelius Park mit dem Sibelius Denkmal. (A)

  • 2. Tag

    Helsinki - Porvoo - Lappeenranta - Savonlinna

    Nach dem Frühstück Fahrt nach Porvoo, eine der schönsten Städte Finnlands. Bei einem Spaziergang durch die malerische Altstadt mit ihren winkligen, zum Dom ansteigenden, Gassen, lebt das finnische Mittelalter wieder auf. Interessant sind auch die Speicherhäuser am Porvoonjoki. Über den alten Königsweg geht es Richtung Lappeenranta, das Zentrum Südkareliens, und weiter über Imatra und durch die finnische „Nationallandschaft“ Punkaharju. Tagesziel ist Savonlinna, die Stadt der finnischen Opernfestspiele, mit der mächtigen Wasserburg Olavinlinna. (F/A)

  • 3. Tag

    Savonlinna - Niirala - Petrosawodsk

    Nach dem Frühstück geht es zur russischen Grenze bei Niirala. Nach Erledigung der Einreiseformalitäten Treffen mit dem lokalen Guide und Fahrt durch die weite Landschaft Kareliens nach Petrosawodsk. Die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Karelien liegt am Ufer des Onega Sees und beeindruckt insbesondere zur Zeit der weißen Nächte durch eine unverwechselbare Atmosphäre. (F/A)

  • 4. Tag

    Ausflug zur Museumsinsel Kischi

    Transfer zum Hafen und Überfahrt mit dem Tragflügelboot zur Museumsinsel Kischi. Das „Glanzlicht“ Kareliens beeindruckt schon durch die malerische Lage inmitten des Onega Sees. Hier erhalten Sie einen einzigartigen Einblick in die russische Holzarchitektur, die von bescheidenen Hütten bis hin zu imposanten Kirchen reicht, die ohne Verwendung von Nägeln zusammengefügt wurden. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch in der imposanten Stabkirche. Etwas Zeit zur freien Verfügung und Rückfahrt nach Petrosawodsk. (F/A)

  • 5. Tag

    Petrosawodsk - Khivat Reservat - Kem

    Sie setzen die Fahrt in nördlicher Richtung fort. Gut 50 km hinter Petrosawodsk machen Sie einen Abstecher ins Reservat von Khivat, das mit dem größten Wasserfall Kareliens beeindruckt. In weiterer Folge geht es durch das Seengebiet bis Kem, eine der ältesten Städte Nordrusslands, an der Mündung des gleichnamigen Flusses ins Weiße Meer gelegen.  (F/A)

  • 6. Tag

    Ausflug Solovki

    Fahrt über das Weiße Meer zu den Solovki-Inseln, unterwegs sichten Sie mit etwas Glück den einen oder anderen Beluga Wal. Nach der Ankunft widmen Sie den Tag einer ausführlichen Besichtigung des Solovki Klosters, eines der wichtigsten Zentren der Orthodoxie. Im Jahre 1436 gegründet, durchlief das mächtige Kloster eine wechselhafte Geschichte mit Phasen des Wohlstandes und des Niedergangs. Traurige Berühmtheit erlangte es im Jahre 1923, als hier der erste „Gulag“ eingerichtet wurde. Während der Glanzzeit lebten hier bis zu 350 Mönche und gut 7.000 Handwerker. Die gesamte Region war wirtschaftlich vom Kloster abhängig, das durch den Handel mit Fisch, Holz, Salz und Pelzen prosperierte. Noch heute bezeugen die wuchtigen, bis zu 11 m hohen und 5 m starken Mauern mit befestigten Toren und Türmen den festungsartigen Charakter der Anlage. Der Großteil der Bausubstanz geht auf das 16. Jh. zurück. Zahlreiche Kirchen und Wirtschaftsgebäude, unter denen das imposante Refektorium hervorsticht, sind untereinander mit gedeckten Säulengängen verbunden und vermitteln einen authentischen Einblick ins mittelalterliche Klosterleben. Nach der ausführlichen Erkundungstour über die Inseln bleibt noch etwas Freizeit, ehe es zum Festland nach Kem zurückgeht. (F/A)

  • 7. Tag

    Kem - Murmansk

    Weiter geht es in nördlicher Richtung nach Murmansk, die größte Stadt nördlich des Polarkreises. Aufgrund des ganzjährig eisfreien Hafens, entwickelte sich die Stadt rasch zu einem der bedeutendsten Marinestützpunkte des Landes und war während der Sowjetzeit militärisches Sperrgebiet. Erst die Veränderungen nach dem politischen Umbruch ermöglichten die Öffnung der Region für Besucher und begünstigten die Entwicklung eines regen Grenzverkehrs mit Norwegen. (F/A)

  • 8. Tag

    Murmansk

    Nachkriegsarchitektur prägt in weiten Teilen das Bild der Stadt, denn aufgrund der strategischen Bedeutung litt Murmansk besonders stark unter den Zerstörungen des 2. Weltkrieges. Markantester Punkt der Stadt ist zweifellos das Aliosha Denkmal, das dem Gedenken an die Verteidiger der Region während des Krieges gewidmet ist. Von hier eröffnet sich ein grandioser Blick über Stadt, Hafen und Kola Bucht. Das Ozeanarium und die prachtvolle russischorthodoxe Nikolai Kirche sind ebenfalls sehenswert. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Murmansk ist der 1989 stillgelegte atomgetriebene Eisbrecher Lenin, der heute als Museumsschiff dient und dank des originalgetreuen Zustandes nicht nur ein authentisches Bild vermittelt, sondern auch einen Blick in den ehemaligen Nuklearantrieb ermöglicht. (F/A)

  • 9. Tag

    Murmansk - Kirkenes

    Am Weg zur norwegischen Grenze passieren Sie das Pechengatal, wo militärische Anlagen und Denkmäler an den Frontverlauf im 2. Weltkrieg erinnern. Danach erreichen Sie den Grenzübergang bei Storskog. Hier verabschieden Sie sich vom russischen Guide und erreichen nach wenigen Kilometern Kirkenes. Die „Stadt am Ende der Welt“ war vormals dank reicher Erzvorkommen in der Region wichtiger Industriehafen und ist heute insbesondere als Endpunkt der Hurtigrute bekannt. Lange Zeit schlummerte Kirkenes in einem Dornröschenschlaf im Schatten der geschlossenen Grenze, aus welchem die Stadt in den Jahren nach der Öffnung Russlands aber schrittweise und behutsam erwachte. Eine orientierende Rundfahrt führt zum Hafen mit dem Anleger der Hurtigrute. (F/A)

  • 10. Tag

    Kirkenes - Lakselv - Wien

    Nach dem Frühstück geht es in zügiger Fahrt durch das finnische Seenland und die norwegische Finnmark nach Lakselv, von wo Sie die Heimreise nach Wien antreten. (F)