Reiseblog

Reisebericht Südschweden mit Oslo

Wie haben die Wikinger wirklich gelebt? Und war das Leben im Mittelalter tatsächlich so hart, wie es die Geschichtsbücher behaupten? Dies und vieles mehr werde ich bald erfahren, denn nun geht es auf in das schöne Skandinavien!

Südschweden
Schloss Drottningholm
Stockholm, Gamla Stan
Typische Architektur, Südschweden
Schloss Gripsholm
Ausblick von Oper
Rathaus, Oslo 1
Oper (2)
Oper (1)
Trolle 1
Vigelandpark (2)
Vigelandpark (3)
Vigelandpark (1)
Vigelandpark (4)
Vigelandpark (6)
Vigelandpark (5)
Vigelandpark (8)
Vigelandpark (7)
Wikinger Museum 2
Wikinger Museum 1

Tag 1:

Hei!

Nach einem ruhigen 2 ½ Stunden kurzen Flug landen wir im kühlen Norden. Schon als wir aus dem Flugzeug aussteigen, merke ich, dass wir dem Nordpol nun deutlich näher sind als dem Äquator. Für Anfang August ist es hier ziemlich frisch und windig. Mit dünnen Pullovern bin ich bestens für die 20 Grad gerüstet.

Das Erste, was mir bei der Fahrt in die Innenstadt auffällt ist, die kreative, sehr moderne Architektur der Gebäude. Im Vergleich zu Wien scheint die Stadt wie neu erbaut.

Unseren ersten Sightseeing-Stopp legen wir beim berühmten Opernhaus ein. Ich muss schon sagen, dass das Eisberg-ähnliche Design des Gebäudes einen gewissen ersten Eindruck bei mir hinterlassen hat. Es ist fast ausschließlich von Wasser umgeben, was dem Ganzen ein besonderes Flair verleiht.

Wir brauchen nur ungefähr 15 Minuten um das bekannte Stadtviertel Tjuvholmen zu erreichen. Die Gebäudegestaltung in dieser Gegend ist atemberaubend. Die moderne, stilvolle Architektur des am Fjord liegenden Viertels ziehen große Touristenmengen an. Bei meinen Reisen achte ich besonders auf die gastronomischen Angebote einer Stadt. Die Auswahl der Bars sowie Restaurants in dieser Gegend ist herausragend. Während man die Promenade des Fjords entlangschlendert, passiert man viele noble, nicht wirklich billige Etablissements, welchen man auf Anhieb ansieht, dass sie einen gewissen Charme sowie Qualität vorzuzeigen haben.

Was darf bei einem Oslo-Trip (oder eher Norwegen-Trip) nicht fehlen? Ja, richtig, das Wikinger Museum. Da uns dieses mehrfach empfohlen wurde, sahen wir uns schon fast gezwungen es aufzusuchen.

Ein weiterer bekannter Ort in Oslo ist der Vigeland Park mit seinen vielen obskuren menschlichen Skulpturen. Bis heute hatte ich noch nie das Privileg solch Kunst zu betrachten. Das Thema Familie durchzieht den Park jedoch nicht nur was die Skulpturen betrifft, denn hier sitzen auch sehr viele Eltern mit ihren Kindern auf den endlosen Grünflächen spielen und picknicken.

Die Blumenanlagen unterstreichen die Schönheit dieses Parks und der Wasserfall sorgt für eine entspannende Stimmung. In meinen Augen ist der Besuch dieses Parks ein MUSS!

Tag 2:

Heute geht es auf in Richtung Schweden, über die Grenze und in die kleine Stadt Karlstad. Die Architektur hier lässt sich schwer mit der von Oslo vergleichen. Die meisten der Gebäude stammen sogar noch aus dem Mittelalter und viele der kleinen Städte, darunter auch die beiden heute besuchten, zählten als wichtige Handelsplätze in der alten Geschichte.

Worauf ich mich in dieser Stadt am meisten gefreut habe, war die Östra Born Steinbrücke, die im 18 Jahrhundert erbaut wurde. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick über den Klarälven.

Weiter geht es nach Örebro, einer Stadt mit einer Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Die wahre Augenweide dieser Stadt ist das mittelalterliche Schloss, welches mitten auf einer Insel liegt und wirkt, als würde es die Einwohner schützen wollen. Diese Festung ist der Lieblingsort vieler Touristen.

Daneben bleibt der pilzförmige Wasserturm von welchem man einen guten Rundblick über die Stadt erhält, leider auf der Strecke.

Tag 3:

Bei Städtetrips vergeht die Zeit noch viel schneller, als bei anderen Urlauben! Heute ist Halbzeit, also versuchen wir natürlich noch so viel wie möglich aus der Reise mitzunehmen. Deshalb haben wir uns heute für eine etwas längere Fahrt nach Eskilstuna entschieden. Nicht allein die Stadt, nein auch schon die Fahrt dorthin war eine wunderschöne Erfahrung. Die Häuser in diesem Ort liegen direkt am Wasser, was die Schönheit dieses Seenlands unterstreicht.

Nächster Stopp: Mariefred. Wo soll ich anderes beginnen, als beim Schloss Gripsholm. Das Wahrzeichen verleiht der Stadt ein gewisses romantisches Flair. Also ein guter Reisetipp für verliebte Pärchen! Doch nicht nur das, das aus Backsteinen bestehende Gebäude schimmert unter der Sonne in den verschiedensten Farben. Hier ist alles sehr gepflegt, nicht nur das Schloss selbst sondern auch die Grünflächen und Blumenanlagen. Diese Szenerie ist wie direkt aus einem Märchen und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Am Ende dieses märchenhaften Tages machen wir uns auf in die letzte Stadt, die wir in diesem Urlaub besichtigen werden: Stockholm.

Doch heute heißt es erstmal schlafen. Gute Nacht und bis morgen!

Tag 4:

Wie sagt man? Alles Schöne hat ein Ende. So leider auch dieser Trip. Doch daran möchte ich jetzt noch gar nicht denken. Heute ist Stockholm an der Reihe! Auf diese Stadt habe ich mich ehrlich gesagt am Meisten gefreut. Die Stadt ähnelt Mariefred’s Schloss im Stil: Rote Backsteine schmücken die Seitengassen und Kopfsteinpflaster machen das Gehen mit High Heels zu einer unmöglichen Aufgabe. Nur gut, dass wir hierfür vorbereitet sind und unsere Sneaker tragen. Der typische, mittelalterliche Charakter zieht sich auch durch diese Stadt und ich fühle mich nicht selten, als wäre ich gerade in einem anderen Jahrhundert.

Nur am Abend, wenn die Gebäude am Wasser in hellen Lichtern erstrahlen, merke ich, dass wir doch im Jahr 2017 leben. Meiner Meinung nach muss hier alles noch viel schöner aussehen, wenn es Winter ist und alles von feinem, weißen Zucker bedeckt ist.

Was ich mir nicht entgehen lassen wollte, war das Vasa-Museum, hier möchte ich jedoch nicht zu viel verraten.

Außerdem darf eine Bootstour nicht fehlen! Man fährt unter unzähligen Brücken hindurch während ein Guide die spannende Geschichte dieser Stadt erzählt.

Ein weiterer sehenswerter Ort: Skansen. Das Freilichtmuseum bietet Einblick auf die Lebensart und Weise der Menschen sowie Tiere im 19. Jahrhundert.

Stockholm hat mich nicht enttäuscht!

Der Trip nähert sich dem Ende, doch eines weiß ich ganz genau, das nächste Mal (und es wird sicherlich ein nächstes Mal geben) komme ich hier im Winter vorbei.

Vi sees! / Hej länge! / Bis bald!

August 2017, Kristina P., Restplatzbörse