Reiseblog

Reisebericht Korsika & Sardinien 1/2

In unserem ersten Reisebericht darf ich Ihnen nicht nur einen ersten Eindruck über das Reiseziel an sich vermitteln, sondern auch einige Details bezüglich des organisatorischen Ablaufs. Das soll vor allem hilfreich für jene sein, die Gruppenreisen-unerfahren sind oder bei denen eine solche Reise schon länger zurückliegt. Wir von GTA-SKY-WAYS tun stets unser Bestes für einen reibungslosen Ablauf und bei meiner Reise hat das super geklappt. :-)

Korsika und Sardinien – das wollte ich immer schon mal machen. Denn für mich als Meeresliebhaberin stehen Inseln ganz oben auf meiner Liste der zu bereisenden Orte. Vergangenen April war es endlich soweit.

Bastia, Korsika
Bastia, Sophia Loren
Korsika, Calanche, Herz in Felsen
Machhia
Bonifacio, Kreidefelsen

Das Klima Korsikas und Sardiniens wird durch die Insellage im westlichen Mittelmeer geprägt. Der Sommer ist also eher heiß und trocken und der Winter mild und feucht. Somit ist April die optimale Reisezeit, denn da genießt man angenehm laue Temperaturen, wobei es im Gebirge von Korsika natürlich ein bisschen frischer ist, als an der Küste. Meiner Meinung nach ist es perfekt, um sich auf den Frühling einzustimmen, während es bei uns in Österreich häufig noch grau und kühl ist.

Genug vom Wetter, jetzt möchte ich meine Erlebnisse mit Ihnen teilen und Ihnen Lust auf diese wunderbare Rundreise machen. Ach ja, für mich war es die erste Gruppenreise und der erste Urlaub mit meiner Mutter. So einen Mutter-Tochter Urlaub kann ich übrigens stärkstens empfehlen. :-)

Beginnen wir mit Korsika. Nach der individuellen Anreise und Ankunft am Flughafen in Bastia wurden wir von der Dame mit dem Schild „Bus 3“, wie in unseren Reiseunterlagen angegeben, freundlich empfangen und gebeten, schon mal Richtung Bus zu gehen. Dort wurden wir von unserem Chauffeur, Samuele – einem sympathischen Sarden – mit einem „Buongiorno“ empfangen und warteten bis die Gruppe komplett war. Gemütlicher, sauberer Bus, netter Chauffeur und freundliche Reiseleiterin beisammen, ging es auch schon los. Vielleicht nicht uninteressant: Wir wurden von einer lokalen Reiseleiterin und einer Reiseadministratorin seitens GTA-SKY-WAYS begleitet, wobei letztere während der gesamten Woche immer in einem anderen Bus mitfuhr, denn insgesamt waren es vier Busse, die gemeinsam unterwegs waren. Das Hotel bezogen wir erst am Abend, jetzt stand gleich mal der erste Stadtrundgang in Bastia an. Bastia ist ein nettes, kleines Städtchen direkt am Hafen mit einem charmanten Hauptplatz namens Place Saint-Nicolas, wo wir für ein köstliches Mittagsmenü einkehrten. Rund um uns Palmen, vor uns der Hafen voller Boote, so lässt es sich verschnaufen. Davor spazierten wir durch die romantischen Gassen, wo hübsche Gebäude aus dem 15. und 16. Jahrhundert ein tolles Flair zaubern. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die künstlerischen Elemente, die plötzlich mitten zwischen den antiken Häusern auftauchten, wie z.B. ein tolles Portrait von Sophia Loren. 

Nach ein paar Stunden setzten wir unsere Reise fort. Wir umrundeten das Cap Corse und bekamen einen guten Vorgeschmack auf die Serpentinen am nächsten Tag…allerdings mit einem kleinen Manöver, das für ein wenig Nervenkitzel unter den Reisegästen sorgte. Samuele, unser Chauffeur ist ohne Zweifel ein begabter Busfahrer, doch in dieser einen Kurve brauchte es die Mithilfe aller, den Bus ohne Kratzer am Fahrzeug (und an den Reisegästen ;-) ) in die gewünschte Richtung zu lenken. So stiegen alle – bis auf Mama und mich – aus, um das Gewicht zu verringern, und stellten sich in einer Reihe am Rand der Straße auf, während Samuele jetzt in Ruhe und unter Anweisung der Reiseleiterin den Bus manövrierte. Hinter uns staute sich eine kleine Kolonne und überraschenderweise fluchte niemand von den Betroffenen grantig herum – so wie ich es in Wien innerhalb einer Minute erwarten würde. Geschafft! Alle wieder hinein und ab ins Hotel zur ersten Nächtigung.

Am darauffolgenden Tag wurde mir mal wieder bewusst, wie sehr ich die Natur liebe, denn Korsika hat diesbezüglich unendlich viel zu bieten. Während der Fahrt durch Calacuccia, die Spelunca-Schlucht und die Calanche war ich beeindruckt von den unterschiedlich farbigen Gesteinen, die mal aus rotem Granit, grauem oder grünem Schiefer und dann wiederum aus weißem Kalkstein bestanden – bizarre Felsformationen inklusive. 

Direkt neben der Straße am Felsen wuchsen Kräuter, wie Rosmarin, Lavendel oder Wacholder. Die Kräuter, die ich so gern beim Kochen verwende, einmal ganz naturbelassen zu sehen, war obgleich so banal, unglaublich schön für mich. Die Reiseleiterin wiederholte nun schon zum gefühlt 100sten Mal das Wort „Macchia“. Offenbar peinlich, dass Mama und ich es nicht wussten, traute ich mich nicht nach der Bedeutung zu fragen. Es hat etwas gedauert aber mittlerweile weiß ich Bescheid: Macchia steht für die Pflanzenwelt Korsikas. Denn im Frühling legt sich ein blühender grüner Teppich über die Insel und lässt sie in allen Farben erstrahlen. 

Schlussendlich besichtigten wir nach einem kurzen Abend in Ajaccio, der Heimatstadt Napoleons, am letzten Tag des Korsikateils, Bonifacio. Absolutes Highlight ist hier die Oberstadt auf 60 m Höhe und der Ausblick auf den imposanten Kreidefelsen direkt am azurblauen Meer. Bonifacio bat wirklich einen fantastischen Abschluss auf Korsika, bevor es mit der Fähre nach Sardinien weiterging…

22.06.2017, Anna A. 

Hier geht’s zu TEIL 2 des Reiseberichts (Sardinien)!